Starker Auftritt in Hamburg: Johanna Ahrens läuft bei der Ironman-EM auf Platz 14
MRRC-Triathletin überzeugt beim Ironman Hamburg mit konstantem Marathon und verpasst den Hawaii-Slot nur knapp
- 14.06.2026
Beim Ironman Hamburg zeigte Profitriathletin Johanna Ahrens vom MRRC München eine starke Leistung in einem international hochklassig besetzten Profifeld. Das Rennen war zugleich die Europameisterschaft der Profi-Damen über die Langdistanz. Nach 8:49 Stunden erreichte Johanna das Ziel und belegte den 14. Platz.
Ihr Ziel für Hamburg war klar: ein kontrolliertes Rennen zeigen, gut durchkommen und vor allem den abschließenden Marathon ohne Magenprobleme absolvieren. Gleichzeitig ging es für Johanna um den nächsten Versuch, sich für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii zu qualifizieren.
Solider Start im Wasser
Das Schwimmen lief für Johanna zunächst ordentlich, auch wenn sie sich im Wasser nicht vollständig wohlfühlte. Da die Arme nicht ganz die gewohnte Frische hatten, musste sie die erste Gruppe ziehen lassen. Anschließend fand sie jedoch gut in die zweite Gruppe, konnte sich dort im Wasserschatten halten und stieg nach 55 Minuten aus dem Wasser.
Die langen Wege durch die Hamburger Wechselzone wurden durch die beeindruckende Stimmung an der Strecke deutlich leichter: Die Zuschauerinnen und Zuschauer trugen die Athletinnen förmlich in Richtung Radstrecke.
Harte Bedingungen auf dem Rad
Auf dem Rad brauchte Johanna etwas Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Schnell wurde klar, dass es ein zähes Rennen werden würde. Starker, böiger Wind entlang des Deichs und Regen in der zweiten Runde machten die 180 Kilometer zusätzlich anspruchsvoll.
Trotzdem blieb Johanna konzentriert, fokussierte sich auf ihr eigenes Rennen und wechselte nach 4:40 Stunden vom Rad in die Laufschuhe.
Starker Marathon mit viel Freude
Zu Beginn des Marathons machten sich durch die lange, gerade Radstrecke deutliche Rückenschmerzen bemerkbar. Diese halfen Johanna zunächst sogar dabei, die erste von vier Laufrunden kontrolliert anzugehen und nicht zu schnell zu starten.
Ab der zweiten Runde verschwanden die Rückenschmerzen, die Beine wurden lockerer und Johanna fand in einen konstanten Laufrhythmus. Besonders beeindruckend: Sie konnte den Marathon gleichmäßig durchziehen und hatte dabei sichtlich Freude.
„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich jemals so viel Spaß beim Laufen hatte wie an diesem Tag. Die Stimmung und der Support an der Strecke waren einfach unfassbar gut.“
Nach 3:06 Stunden hatte Johanna den Marathon absolviert und brachte ein starkes Rennen ins Ziel.
Zufrieden trotz knapp verpasstem Hawaii-Slot
Am Ende standen für Johanna eine Gesamtzeit von 8:49 Stunden und der 14. Platz bei der Europameisterschaft der Profi-Damen auf der Ergebnisliste. Den angestrebten Hawaii-Slot verpasste sie mit nur 4:30 Minuten Rückstand auf Platz 12 erneut knapp.
Trotzdem fiel ihr Fazit sehr positiv aus:
„Die Mädels ganz vorne waren an diesem Tag einfach brutal stark. Auch wenn ich mein großes Ziel, den Hawaii-Slot, wieder knapp verpasst habe, bin ich super zufrieden und stolz auf meine Leistung.“
Der MRRC München gratuliert Johanna herzlich zu diesem starken Auftritt beim Ironman Hamburg, einem beeindruckend konstanten Marathon und Platz 14 bei der Europameisterschaft der Profi-Damen.














